Die Gruppe wird im Frühjahr 1998 in L.A. gegründet. Die Gründungsmitglieder sind Martin Fretter (Tenorsaxophon), Sascha Henrichs (Schlagzeug) und Michael Schulte (Bass). Gespielt wird eine Art „instrumenteller Garagenjazz“ ; nachzuhören auf dem Erstling „The Thomas Burns Sessions“.

Nur wenige Monate später „gesellt“ sich der Bassist Björn „Jonny“ Böhm hinzu, der bis heute zur Stammformation gehört. Von jetzt an wird die ganze Sache eine Portion rockiger, ohne, dass auf die bewährte Atonalität verzichtet wird. Der erste Gesang ist auf dem zweiten Album der Gruppe, „Searching For…?! (A Collection Of None-Dance-Songs)“ zu hören.

Jonny Böhm improvisiert bei dem Stück „Todeszellen Marv“ kafkaesk über die freien Saxophonlinien von Martin Fretter deren Bezug zu dem späten John Coltrane nicht geleugnet werden können.

 

Neue Gesichter stossen zu der Formation hinzu. Jörn Schauerte, der die Band aber leider schnell wieder verlässt.

Heinz Walter Schnorbus, ein wahrer Geschichtenerzähler auf seiner Les Paul.

Des weiteren Christian Igel (ein Gitarrist von internationalem Format) und Jens Feldmann. Ihm gelingt es, den „Simbaphon-Sound“ zu kreieren, der später eine Art Markenzeichen der Band werden soll.

 

Im Jahr 2001 veröffentlicht die Gruppe insgesamt vier Longseller!!

Used News“, „Spanish Witch ´Meal“, das legendäre „Alabama“ Album und „Physiognomie“.

Letztgenanntes ist wohl das mit Abstand jazzorientiertesteWerk der Urban Bushmen (dank Martin Fretter in Höchstform).

„Alabama“ pendelt zwischen Rock, Wave, und Avantgarde.

Used News“ beinhaltet das wunderbare „Renfield“ als erste Single-Auskopplung der Buschmänner mit der B-Seite „Beetlecracker“. Die gesamte Platte wirkt sehr energetisch mit einem treibendem Bass, unvergleichlichen Gitarren-Soli und einem konstant auf höchstem Niveau trommelnden Sascha Henrichs.

Auf „Spanish Witch Meal“ wirken zwei Gäste aus Köln mit. Marius Pape als Sänger und Thomas Hesse (ex Deadwood) an der Telecaster.

Hesse bemerkte nach dieser-an nur einem Tag aufgenommenen Einspielung: „Art Rock at it´s best“-womit wohl alles gesagt wäre.

 

Im Jahre 2002 beschränkten sich die Bushmen auf die Veröffentlichung von „Killing For Company“. Hier setzt sich die Gruppe musikalisch mit Bundy, Dahmer & Co auseinander. Neben „Alabama“ das meistverkaufte Album von Urban Bushmen.

Thematik, Cover und Musik in perfekter Symbiose. Von jetzt an werden deutlich mehr vokale Akzente gesetzt (vorrangig Jens Feldmann, Michael Schulte).

Aber auch Johnny Böhm kann sich stimmlich auf der Single „das Irak Krieg Lied“ von 2003 erneut auszeichnen. Sein subtil anmutender Text lässt weder den Präsidenten der Vereinigten Staaten, noch Saddam Hussein wirklich gut wegkommen. Als Bassist ist hier Jörn Schaub zu hören.

 

„Affreux“ erscheint kurze Zeit später. Hier werden die Gräueltaten auf dem schwarzen Kontinent thematisiert. Wie auch bei dem Vorgänger schöpft man hier aus Klangbildern des Neofolks, u.a. mit einer Coverversion von Current 93.

 

Nach einer längeren Auszeit präsentiert die Band im Jahr 2006 die CD „much to much“.

Eine Hommage an das Multitalent Jürgen Hesse, der in den 90er Jahren eine ganze Generation heranwachsender Musiker prägte. Unvergessen sein legendärer Auftritt beim Lahmecke-Festival 1996.

„Much To Much“ zeigt Klangdimensionen auf, die stilistisch von Funk, über Folk, Jazz, Psychodelic bis hin zum Hardrock reichen.

Auf diesem Tonträger neu zu hören sind Ben Schulte (Schlagzeug), Thorsten Müller (Stimme) und Julius Grünewald, der seit ca. anderthalb Jahren mit Johnny Böhm und Michael Schulte die Grundformation bildet. Ein unglaublich universeller Drummer, der sich mühelos in alle möglichen Musikstile einfindet. Übrigens auch zu hören auf dem bisher einzigen musikalischen Ausflug in die Welt der Elektronik, der Single „Miserere“ die kurz vor der Jahreswende 2005/2006 entsteht.

 

Für das Jahr 2007 ist die Veröffentlichung von „Cima Sat“ geplant, auf der unter anderem der Velvet Undergound Klassiker „Heroin“ und ein Stück von Georg Kreisler zu hören sein werden. Auch der Violent Femmes&xnbsp; Bassist Brian Ritchie darf sich auf ein Remake von seinem „Christian for on day year“ freuen.



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